Eigenkapital für den Hauskauf: Was gehört zum Sparziel?
Der Eigenanteil am Kaufpreis ist nur ein Teil des Gesamtbudgets. Hinzu kommen Kaufnebenkosten und die Rücklage, die nach dem Erwerb bestehen bleiben soll. Dieser Rechner fasst alle drei Beträge zusammen und vergleicht sie mit Ihren verfügbaren Mitteln.
Die „Eigenkapitalquote“ beschreibt hier Ihren eigenen Anteil am Kaufpreis. Bei 20 % und einem Kaufpreis von 400.000 € entspricht das 80.000 €. Steuern, Gebühren und Reserve müssen zusätzlich eingeplant werden.
Wie viel Eigenkapital ist sinnvoll?
Eine pauschale Quote ersetzt keine individuelle Prüfung. Einige Anbieter empfehlen, Kaufnebenkosten und rund 20 % des Kaufpreises aus eigenen Mitteln zu tragen. Dies ist eine Orientierung, keine allgemeine Vorgabe. Die tatsächliche Finanzierung hängt von Ihren persönlichen Daten und dem Objekt ab.
Die Auswahl von 5 %, 10 % oder 20 % zeigt, wie sich Ihr Sparziel verändert. Sie stellt keine Aussage darüber dar, ob eine entsprechende Finanzierung erhältlich ist. Ein höherer Eigenanteil senkt den Kreditbedarf – dennoch sollte eine Reserve eingeplant bleiben.
So berechnet sich Ihr Kapitalbedarf
Kapitalziel = Eigenanteil + Kaufkosten + Reserve
Beispiel: 80.000 € Eigenanteil, 36.000 € Kaufkosten und 14.000 € Reserve ergeben 130.000 €. Sind 105.000 € verfügbar, fehlen 25.000 €. Bei einer Sparrate von 1.250 € pro Monat wäre dieser Betrag rechnerisch in 20 Monaten erreichbar.
Die Beispielwerte dienen der Illustration. Der Rechner nutzt ausschließlich Ihre Eingaben und setzt keine automatischen Steuersätze oder Gebühren an. Ein Überschuss bedeutet lediglich, dass das Kapitalziel erreicht ist; die spätere Kreditrate wird nicht bewertet.
Kaufnebenkosten einzeln erfassen
- Grunderwerbsteuer: Tragen Sie den Betrag für Ihr Bundesland und Ihren konkreten Erwerb ein. Ändert sich der Kaufpreis, aktualisieren Sie die Eingabe selbst.
- Notar und Grundbuch: Verwenden Sie eine Schätzung für Kauf und Eintragungen. Vorgegebene Werte sind Beispiele.
- Makler: Ihren Anteil erfassen Sie unter „Makler, Umzug und sonstige Kosten“.
- Weitere Ausgaben: Berücksichtigen Sie Gutachter‑, Finanzierungskosten, Umzug oder notwendige Arbeiten. Nicht anfallende Kosten setzen Sie auf null.
Der Rechner behandelt diese Kosten als Zahlungen aus verfügbaren Mitteln. Sie erhöhen das Kapitalziel, werden aber nicht zum Darlehensbetrag addiert. Die Reserve bleibt für spätere Ausgaben verfügbar.
Eigenmittel zählen: jeden Euro nur einmal
Erfassen Sie Guthaben und Schenkungen nur, wenn sie rechtzeitig verfügbar sind. Ist eine Schenkung bereits im Sparguthaben enthalten, darf sie nicht erneut eingetragen werden.
Förderprogramme sind nicht immer Zuschüsse. Das KfW‑Wohneigentumsprogramm 124 ist ein Kredit und gehört nicht in die Eigenmittel dieses Rechners. Eine Kombination aus Bankdarlehen und Förderkredit muss separat geplant werden.
Warum die LTV‑Anzeige vom Beleihungsauslauf abweichen kann
Der Rechner teilt den Darlehensbetrag durch den Kaufpreis. Bei 320.000 € Kredit und 400.000 € Kaufpreis ergibt sich eine Quote von 80 %. Kreditinstitute können jedoch einen eigenen Beleihungswert verwenden, der vom Kaufpreis abweicht.
Die Anzeige „LTV über 80 %“ ist ein Vergleichswert. Sie berechnet keine Zuschläge und trifft keine Aussage über eine Kreditentscheidung.
Was die Zeit bis zum Sparziel aussagt
Ein Fehlbetrag wird durch die monatliche Sparrate geteilt und auf volle Monate gerundet. Sind die Mittel bereits vorhanden, ist das Ziel erreicht. Ohne Sparrate lässt sich kein Zeitraum berechnen.
Die Berechnung setzt konstante Sparraten, Preise und Kosten voraus. Zinsen, Wertpapiererträge und künftige Preisänderungen werden nicht berücksichtigt. Aktualisieren Sie Ihre Eingaben, wenn sich Kaufpreis, Kosten oder verfügbare Mittel ändern.